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SAGA: Reitenlernen auf Islandpferden

Reitschülerin auf Islandpferd

Alle SAGA-Reitschulen vereint die Liebe zum und die Begeisterung für das Islandpferd. Der Slogan „mehr Spaß mit Islandpferden“ ist Programm: Reiten lernen soll Spaß machen.

Das Ziel der allermeisten Reitschüler ist nicht die Olympiade, sondern die Fähigkeit, möglichst schnell mit dem Partner Pferd einen schönen Ausritt durch die Landschaft zu machen. Das ist mit dem Lernprogramm der SAGA-Reitschulen und den zuverlässigen, ausgeglichenen und trittsicheren Islandpferden möglich.

Selbstverständlich fördern die SAGA-Reitschulen aber auch sportliche Ambitionen und begleiten ihre Schüler bis zur Turnierreife.

Das Islandpferd

Als Island im 9. Jahrhundert besiedelt wurde, brachten die Wikinger auf ihren Schiffen Pferde von den britischen Inseln und dem westlichen Teil Norwegens mit. Alle heute lebenden Islandpferde stammen von diesen Wikingerpferden ab, was wir dem seit ca. 1000 Jahren geltenden Einfuhrverbot von Pferden nach Island zu verdanken haben. Heute gilt das Reinzuchtgebot bei Islandpferden nach wie vor. Nur diejenigen Islandpferde erhalten Papiere, deren Abstammung lückenlos nach Island verfolgt werden kann.

Der Reinzucht verdanken wir heute die Spezialgangarten des Islandpferdes Tölt und Pass, aber auch seine große Farbenvielfalt. Alle Farben (ca. 100 verschiedene) außer Tigerschecken kommen vor. Islandpferde gehören zu den Kleinpferden. Sie haben ein Stockmaß zwischen 130 und 145 cm. Typisch ist das sehr dichte Langhaar (Mähne, Schweif), das züchterisch gefestigt sein soll und den Pferden ihr uriges Aussehen verleiht.

Da der Norden und der Süden Islands aufgrund der Unüberwindbarkeit der großen Entfernungen lange Zeit isoliert voneinander züchteten, gibt es innerhalb der Islandpferde eine sehr große Typenvielfalt: elegante und derbe Pferde, hochsensible und extrem ausgeglichene Charaktere, weiche und knallhart unerbittliche Typen. Sozusagen für jeden Geschmack etwas.

Islandpferde erreichen ein sehr hohes Alter. 30-35 Jahre sind häufig. Dafür sind Islandpferde Spätentwickler. Sie werden erst mit knapp 5 Jahren angeritten. Ganz ausgewachsen sind sie erst mit ca. 7 Jahren. Der stabile Knochenbau braucht seine Zeit, um zu wachsen. Dafür sind Islandpferde Gewichtsträger und tragen mühelos jeden erwachsenen Reiter. Nicht die Größe eines Pferdes, sondern die Stabilität seines Knochenbaus bestimmt wie viel Gewicht es tragen kann.

Islandpferde sind Robustpferde. Im Laufe ihrer Geschichte überlebten nur diejenigen, die sich den extrem harten Bedingungen auf Island anpassen konnten: hartes Klima, Hungersnöte, Vulkanausbrüche. Daraus entstand ein widerstandsfähiges und genügsames Pferd.

Tölt und Rennpass

Die Geschichte der Islandpferde in Deutschland ist recht jung. Erst in den fünfziger Jahren kamen Islandpferde in größeren Zahlen nach Deutschland. Dass diese Rasse so boomte und heute noch boomt verdankt sie ihren Spezialgangarten Tölt und Pass und ihrem guten Charakter. Islandpferde sind zuverlässig und äußerst leistungsbereit. Sie eignen sich ideal als Familienpferd, aber auch als Kamerad im Turniersport, der seinen Reiter nicht im Stich lässt. Kaum eine andere Pferderasse ist im Gelände so trittsicher wie das Islandpferd.

Die Gangarten Tölt und Pass sind allen Wildeinhufern angeboren. Schon im Mittelalter trugen Passgängerpferde (thieldos) Sänften. Eine Sänfte zwischen zwei trabenden Pferden ist unmöglich. Die Römer nannten ihre Reittölter „Totonarios“.

Als in Mitteleuropa Kriege das Leben beherrschten und das Militär die einzige Institution war, die es sich leisten konnte Pferde zu halten und züchten, bestimmte der Kriegszweck die Pferdezucht. Man brauchte große Pferde, Soldaten wollten lieber traben als tölten, weil das Exerzieren in dieser Gangart leichter war. Deshalb wurden die Gangarten Tölt und Pass in Mitteleuropa gezielt weg gezüchtet.

In Amerika, Afrika und Asien hingegen gibt es auch heute unterschiedliche töltende Pferderassen, die sich großer Beliebtheit erfreuen: Paso Fino, Basuto, peruanischer Paso, American Saddlbred und Tennessee Walker um nur einige zu nennen.

Die Gangarten Tölt und Paß sind dem Islandpferd angeboren. Es zeigt sie bereits als Fohlen kurz nach der Geburt auf der Weide. Die Fähigkeit Rennpaß zu gehen besitzen nur wenige Islandpferde. Man unterscheidet deshalb beim Islandpferd den Viergänger – Schritt, Trab, Galopp, Tölt – und den Fünfgänger, der zusätzlich über Rennpaß verfügt. Rennpasser sind äusserst harte, temperamentvolle und physisch wie psychisch belastbare Pferde. Sie sind besonders begehrt und entsprechend teuer.

Ein gutes Islandpferd beherrscht den Tölt vom langsamen – sog. Arbeitstempo – bis hin zum Renntempo, wobei das Pferd hier fast Galoppgeschwindigkeit erreicht. Der Tölt ist für den Reiter sehr bequem zu sitzen, da er nicht wie Trab und Galopp über eine Sprungphase verfügt. Mindestens ein Bein hat ständig Bodenkontakt. Ein guter Tölter trägt sich in stolzer Haltung selbst und geht mit viel Ausdruck.

Rennpass wird nur über kurze Strecken – 100 m bis 250 m – im Renntempo geritten. Das Pferd wird aus dem Galopp in den Rennpaß „gelegt“.

Pferdehaltung in den SAGA-Reitschulen

Eine Herde Islandpferde frisst Stroh

Alle SAGA-Reitschulen haben sich für ihre Islandpferde für die natürlichste und einzig artgerechte Haltungsform – die Robusthaltung entschieden. Die Pferde leben ganzjährig im Freien, ein Offenstall oder Laufstall steht jederzeit zur Verfügung. Die Pferde haben somit die Möglichkeit, frei zu wählen, ob sie sich im Stall oder draußen aufhalten.

Die ersten Islandpferdereiter und –halter haben diese Art der Haltung Anfang der 50er Jahre aus Island gemeinsam mit den Pferden importiert. Sie waren Vorreiter der Robusthaltung und haben hierdurch viele andere Robustpferde aus ihren warmen und mitunter dunklen Einzelboxen befreit. Islandpferde sind rauhes und hartes Klima aus ihrer Heimat Island – der Insel im hohen Norden - gewöhnt. Sie haben im Winter ein sehr dichtes Unterfell und langes Deckhaar. Trockene Kälte macht Islandpferden gar nichts aus. In warmen Ställen fühlen sie sich nicht wohl und werden mitunter sogar krank.

Unser Stallsystem besteht aus Laufbereich, Liege/Ruhezone und Fressbereich. Der Laufstall ist mit viel sauberem Stroh eingestreut und dient vornehmlich zum schlafen. Er ist jederzeit zugänglich. Auf dem Paddock verschaffen sich die Pferde selbstständig die notwendige Bewegung. Der Fressbereich ist unter Dach, so dass die Pferde beim Fressen jederzeit im Trockenen stehen. Durch das Fressgittersystem ist auch das Futter immer trocken und die Pferde können es nicht verschmutzen, indem sie zum Beispiel darin herumtrampeln oder hinein stallen.

Das Unterrichtsangebot

Die SAGA-Reitschulen bieten weit mehr als „nur“ Reitunterricht. Vom kurzen Ausritt bis zum Wanderritt, vom Töltlehrgang bis zum Bodenarbeitswochenende, vom Theorieabend bis zur Videoanalyse von Reitschülern, von der Einzelstunde bis zu Kinder- und Jugendferien. Unser Programm ist bunt und vielfältig. Eines steht dabei immer im Vordergrund. Lernen mit Spaß.

Der größte Teil unserer Reitschüler entscheidet sich für den wöchentlichen Gruppenunterricht. Gemeinsam lernen macht mehr Spaß, Regelmäßigkeit erhöht den Lernerfolg und nicht zuletzt ist dieses auch die kostengünstigste Alternative, um bei uns reiten zu lernen. Unsere Reitschulgruppen sind klein und kompakt: 5-7 Schüler – mehr nicht.

Der Unterricht findet in der Reithalle (vornehmlich bei Regen und/oder Dunkelheit), auf Außenreitplätzen, im Zirkel und im Gelände statt. Jeder Schüler lernt als erstes, das Pferd zu halftern, zu führen, zu putzen und zu satteln und es schließlich nach dem Reiten zu versorgen. Wer reiten will, muss satteln können. Gerade der Umgang mit dem Pferd vom Boden aus bringt uns diesen Tieren schnell sehr nahe.

Eine Gruppenausritt mit Islandpferden

Der SAGA-Club

Wer bei einer SAGA-Reitschule am wöchentlichen Gruppenunterricht teilnimmt, muss aus versicherungstechnischen Gründen dem SAGA Club beitreten. SAGA Clubmitglieder genießen viele Vorteile. Von dem monatlichen Clubbeitrag wird für jeden Reitschüler eine Unfallversicherung abgeschlossen. SAGA Clubmitglieder können in jeder SAGA Reitschule in Deutschland, z.B. während des Urlaubs, reiten. Die regelmäßig erscheinende Infopost bietet Informatives und Unterhaltsames. Die Mitgliedschaft im Club bietet den Reitschülern viele Vergünstigungen.

Kompetenz und Qualifikation wird bei SAGA groß geschrieben. Alle SAGA-Reitlehrer nehmen mehrmals im Jahr an Fortbildungen zu den unterschiedlichsten Fragen rund um den Reitunterricht auf Islandpferden teil.